Aikido ist eine Kampfkunst, die uns vor allem vermittelt mit uns selbst zu kämpfen. Eigene Blockaden zu überwinden und den Partner so wie er ist anzunehmen. Wir haben keine Gegner. Wir üben immer abwechslnd sowohl Angriff als auch Verteidigung. Wobei das richtige Angreifen - gerade als Frau - gar nicht so einfach ist. Aber auch das gehört mit dazu. Wir sind nicht immer nur sanft, wir tragen alles in uns ... mal kommt die eine, mal die andere Seite zum Vorschein und im spielerischen Aikido können wir es üben die Seiten innerhalb weniger Minuten zu wechseln .... kaum liegen wir am Boden, stehen wir wieder auf und das Leben geht weiter. Jeder trägt für sich selbst die Verantwortung und passt auf, dass keine Unfälle passieren.
Aikido (Ai = Harmonie Ki = Energie Do = Weg) wurde aus dem Schwertkampf entwickelt. Daher sind die Elemente runde Bewegungen, die ein wenig ans Tanzen erinnern. Judoballett wurde es einmal scherzhaft genannt.
Ich werde immer wieder gefragt, ob ich mich selbst verteidigen kann. Man kann sich sehr wohl mit Aikdobewegungen und Hebeln verteidigen, aber es ist schwer im tatsächlichen Kampf genau den Punkt zu erwischen, an dem sich die Angriffsenergie umlenken lässt. Um das zu erreichen muss man regelmäßig und häufig trainieren. Es ist ein weiter Weg der zu gehen ist.
Wir haben keine Wettkämpfe nur Prüfungen und Lehrgänge bei denen wir uns oft aus ganz Deutschland treffen.
Mit den Aikidotechniken nützen wir die Angriffsenergie aus, führen den Partner in runden Bewegungen zu Boden. Auch Anfangs- oder Schlusshebel lassen den Widerstand überwinden.
Wichtig dabei ist es natürlich die Fallschule zu beherrschen ... und wenn man es kann, dann ist es ein unbeschreibliches Gefühl, geworfen zu werden und sich dabei geschickt abrollen zu können. Das Rollen ist sehr weich und fast lautlos und tut überhaupt nicht weh.
Wenn Ihr Fragen habt, dann traut Euch ruhig. Ich beantworte sie gerne ...
Eine Waffe ist alles, womit man verwunden kann, und von diesem Standpunkt aus betrachtet sind die Gefühle vielleicht die grausamste Waffe, von der der Mensch Gebrauch machen kann, um seinesgleichen zu treffen.
aus: "Die Physiologie der Ehe" -Honoré de Balzac- 1799 - 1850
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